25.02.25 –
Landtags-Grüne fordern Erhöhung der Mittel im Nachtragshaushalt
Kinder mit gesundem Essen versorgen – das ist das Ziel des EU-Schulprogramms, das bereits seit 2017 mit Geldern vom Freistaat zusätzlich unterstützt wird. Übergewicht und ungesunde Ernährung werden weltweit, auch in Bayern, zu einer immer größeren Herausforderung. Allein in Bayern wurden laut bayerischen Agrarbericht im Schuljahr 2022/23 fast 800.000 Kinder in der Schule mit Obst und Gemüse versorgt. Das frische und regionale Obst ist mittlerweile fester Bestandteil der Ernährungsbildung in diesen Schulen geworden.
Nun haben aber viele Kitas und Schulen in Bayern ein Schreiben zur Kürzung der Lieferungen erhalten. Lieferbetriebe, wie die Abokiste in Hemhofen, die rund 200 Kitas und Schulen in Franken beliefert, erhielten überhaupt nur eine Meldung über das Bestellsystem.
„Die Staatsregierung kürzt durch die Hintertür. Dabei sollte uns die Ernährungsbildung in den Kitas und Schulen jeder Euro für wert sein,“ stellt Christian Zwanziger, Mitglied im Bildungsausschuss und gleichzeitig im Ernährungsausschuss, klar. „Allein schon wegen der gestiegenen Preise für Obst und Gemüse sind die Mengen pro Kind in letzter Zeit gesunken. Das muss die Staatsregierung mindestens ausgleichen.“ Auch der soziale Aspekt des Schulprogramms sei nicht zu unterschätzen, so Zwanziger weiter. Schließlich profitierten alle Kinder gleichermaßen von dem Programm.
Um die Lieferungen kurzfristig sicherzustellen, hat die Grüne Landtagsfraktion einen Änderungsantrag zum Nachtragshaushalt vorgelegt, der eine Erhöhung der Landesmittel um 500 000 Euro vorsieht.
Die Kürzung der Mittel betrifft jedoch nicht nur die Kinder, sondern auch Landwirtinnen und Landwirte. Bereits über 530 Lieferbetriebe beteiligen sich an der Umsetzung des Programms. Hinzu kommt, dass die Kürzungen im Schulprogramm auch das 30%-Bio-Ziel des Freistaats untergraben. Denn bereits 63% des Obst- und Gemüses und 80% der Milchprodukte des EU-Schulprogramms haben Bio-Qualität.
Christian Zwanziger betont: „Für regionale Betriebe ist das fatal. Denn sie haben sich mit der Belieferung der Schulen und Kitas in den letzten Jahren ein neues betriebliches Standbein aufgebaut und müssen nun massive Einbußen hinnehmen.“
Zum Hintergrund:
Im EU-Schulprogramm erhalten Kinder von 3 – 10 Jahren in Kindertagesstätten, Grund- und Förderschulen kostenlos regionales und saisonales Obst, Gemüse und Milch und Milchprodukte. Das EU-Schulprogramm wird aus Landes- und EU-Mitteln finanziert. Bewerbung und Durchführung des Programms ist Ländersache.
Die begleitenden pädagogischen Maßnahmen wie Unterrichtseinheiten oder Bauernhofbesuche sollen den Kindern zudem landwirtschaftliche Erzeugung und Vielfalt in der Ernährung nahebringen. Darüber hinaus lernen die Kinder die Themen gesunde Essgewohnheiten, Vermeidung von Lebensmittelabfällen, lokale Nahrungsmittelproduktion und ökologischen Landbau kennen. Das Ziel: Essen und Ernährungsbildung werden zusammengedacht.
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